Wohlklingende Physik

Wissenschaftler der South-Bank-Universität in London sind dem Wohlklang alter Streichinstrumente auf der Spur. Sie beschallen dünne Fichtenholzspäne und untersuchen Veränderungen in der Materialbeschaffenheit des Holzes. Die ersten Ergebnisse sind eindeutig: Wenn die erzwungene Vibration des Holzes lange genug andauert, versteift sich das Material, der Dämpfungsfaktor nimmt um bis zu fünf Prozent ab. All dies läßt Instrumente besser klingen. Damit haben die Londoner Forscher endlich wissenschaftlich bewiesen, was Geigenbauer schon lange wissen: Durch regelmäßiges Spiel nimmt die Qualität eines Instrumentes zu.

Elefantöses Mückenparfüm

Die Weibchen vieler Insekten nutzen einen Stoff mit dem wohlklingenden Namen (Z)-7-dodecen-1-yl-Acetat, um paarungswillige Männchen anzulocken. Amerikanische Forscher haben das Aphrodisiakum jetzt auch im Urin indischer Elefantenkühe nachgewiesen. Die Dickhäuter nutzen den Sexuallockstoff, um den Bullen ihre Paarungsbereitschaft zu signalisieren.

Ob auch liebestrunkene Insektenmännchen der elefantösen Parfümierung erliegen, wurde bisher nicht berichtet.

Tödlicher Schreck

Einen deutlichen Zusammenhang zwischen der rapiden Zunahme von plötzlichen Todesfällen und dem Erdbeben, das am 17. Januar 1994 Los Angeles erschütterte, haben amerikanische Forscher nachgewiesen. Während normalerweise dort weniger als fünf Menschen am Tag an Herz-Kreislauf-Störungen sterben, wurden allein in der ersten Stunde nach dem Beben 16 Fälle gemeldet. Insgesamt starben an diesem Tag 24 Menschen einen plötzlichen Herztod. Die Mediziner führen dies auf den starken emotionalen Streß während des Bebens zurück.