Sehr verehrte Gräfin Dönhoff, es fällt mir schwer zu glauben, daß nunmehr bereits ein halbes Jahrhundert vergangen sein soll, seitdem Sie Ihre journalistische Laufbahn bei der ZEIT begonnen haben. Obwohl Sie über die renommierte Zeitung hinaus in unserer Medienwelt geradezu als Institution anerkannt sind, vermittelt Ihr Wirken keineswegs den Eindruck abgeklärter "olympischer Sicht". Zu lebendig ist Ihr Engagement für die Vorgänge der res publica, nicht zuletzt Ihr verdienstvoller Einsatz für die deutsch-polnische Aussöhnung.

Es ist mir heute eine Freude, Ihnen zu diesem persönlichen Jubiläum von Herzen zu gratulieren und dies mit den besten Wünschen für Ihre Zukunft zu verbinden.

Roman Herzog, Bundespräsident, Bonn