Die neue Mär vom SuperunkrautSeite 2/2

Am 8. März veröffentlicht die Frankfurter Rundschau eine Stellungnahme der AgrEvo, die in Deutschland neben Mais und Zuckerrüben auch gentechnisch veränderten Raps freisetzt. Die Ergebnisse der Dänen seien weder neu noch unerwartet, erklärt AgrEvo-Vertreter Gerhardt Waitz. "Und ein Superunkraut entsteht schon gar nicht." Die resistenten Pflanzen seien problemlos mit herkömmlichen Methoden zu beseitigen. "Das Arsenal dafür ist längst geschmiedet."

Am 12. März erfährt schließlich Thomas Mikkelsen, der Autor des Nature-Artikels, von der Aufregung in Deutschland. Der ruhige Däne schüttelt verständnislos den Kopf. Er hatte mit seinen Kollegen zwar für mehr Vorsicht bei der Freisetzung bestimmter Pflanzen plädiert. "Unsere Ergebnisse sollten in Erwägung gezogen werden, wenn man neue Eigenschaften auf Raps überträgt." Ein Verbot aller Feldversuche aber hatten die Forscher aus Risö nicht im Sinn, von einem Superunkraut war im ursprünglichen Nature-Artikel nicht die Rede.

 
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