Marion Gräfin Dönhoff: "Erziehung zur Kultur", ZEIT Nr. 13

Was soll man davon halten, wenn ein Bundesland, das als Ersatzfach für den Religionsunterricht Ethik/Philosophie einführen will, Kollegen aller Fachrichtungen die Nachqualifizierung in Aussicht stellt, ausgenommen den Religionslehrern - um die weltanschauliche Neutralität des Faches zu garantieren(!)? So in Nordrhein-Westfalen.

Wenn dieses Denken Schule macht, dann - polemisch - steht der Antichrist ante portas!

Bernhard Arens, Dülmen

In den Bestrebungen des Landes Brandenburg, das Pflichtfach Lebensgestaltung, Ethik, Religionskunde (LER) einzuführen, sehe ich - im Gegensatz zu den Herren Eppelmann und Schäuble - nicht die Gefahr einer Entchristianisierung durch eine Austrocknung des Religionsunterrichts.

So wichtig und hilfreich der Religionsunterricht auch sein kann, so sollten sich die Kirchen doch davor hüten, in ihm mehr ein Machtinstrument als ein Angebot zu sehen, das auch abgelehnt werden kann. Um ihren Auftrag zu erfüllen, das befreiende Evangelium auszubreiten, sind die Kirchen nicht auf ein konfessionell ausgerichtetes schulisches Pflichtfach für alle Zeit angewiesen.

Frieder R. I. Kudis, Malsch-Völkersbach