Auch in dieser Woche befand sich der Deutsche Aktienindex (Dax) zeitweilig in Rekordlaune. Angetrieben wurden die Kurse von einem festeren Dollar, der gelegentlich sogar die Marke von 1,51 Mark überspringen konnte. Für exportintensive Unternehmen ist ein Anstieg des Greenback eine hoffnungsvolle Perspektive. Beispiel Daimler: Klettert der Dollar nur um einen Pfennig, erhöht sich das Ergebnis im laufenden Geschäftsjahr gleich um zweistellige Millionenbeträge.

Wenn sich der Anstieg exportstarker Aktien an den deutschen Börsen dennoch nur zögerlich vollzieht, muß dies vor dem Hintergrund meist geringer Umsätze gesehen werden. Weder institutionelle Anleger aus dem Inland noch aus dem Ausland sind gegenwärtig zu größeren Engagements bereit. Sie müssen sich erst daran gewöhnen, daß die Kurse deutscher Aktien künftig wohl ohne Zinssenkungsphantasie leben müssen. In den Vordergrund rücken jetzt die jeweiligen Gewinnerwartungen der Unternehmen. Diese hängen wiederum von der immer noch unsicheren Konjunkturentwicklung ab. Daß viele Anleger dennoch an ihren Beständen festhalten, hat einen einfachen Grund. Es fehlt eine brauchbare Alternative.