Signal-Horn

Nur noch drei ausgewachsene Schwarze Nashörner leben im tansanischen Teil der Serengeti. Mit einem Trick, der seit kurzem auch für entführungsgefährdete Menschen diskutiert wird, versuchen nun Wissenschaftler der Zoologischen Gesellschaft Frankfurt die Tiere vor Wilderern zu schützen: Die Forscher versteckten in den Hörnern der drei Exemplare jeweils einen Radiosender. Mit einfachen Empfängern können nun Wildhüter jeden Schritt der Kolosse überwachen und sind sofort zur Stelle, wenn die Tiere in Gebiete wandern, in denen Wilderer ihr Unwesen treiben.

Lachse im Elsaß

In dem elsässischen Fluß Bruche laichen erstmals seit Jahrzehnten wieder Rheinlachse. Nach Angaben der Vereinigung Saumon-Rhin wurden in der Bruche, die über die Ill mit dem Rhein verbunden ist, drei Laichplätze von Lachsen gefunden. Die Fische hatten an diesen Plätzen das Kiesbett aufgewühlt. Diese "Nester" waren als helle Flächen gut sichtbar. Die Laichplätze müssen von Lachsen stammen, die im vergangenen Jahr unterhalb der Staustufe Iffezheim gefangen und anschließend flußaufwärts wieder freigesetzt wurden.

Die Staustufe ist ein unüberwindliches Hindernis für rückkehrende Lachse. Eine geplante Fischtreppe für vierzehn Millionen Mark soll ihnen künftig die eigenständige Rückkehr ermöglichen.

Naturschutz-Diplom

Quakt ein seltener Frosch auf dem künftigen Gewerbegebiet, dann ist Ärger programmiert. Manchmal erkennen die Planungsbehörden die Gefahr für die Natur nicht rechtzeitig, dann sind deren Beschützer sauer. Oder der Quaker wird fälschlich als Rarität eingestuft, dann drohen teure, aber ineffektive Schutzmaßnahmen. Dem will die Hochschule Vechta mit einem viersemestrigen Zusatzstudium abhelfen, das mehr Sachkenntnis für die planerische Praxis und für Ausgleichsmaßnahmen bringen soll. Das Studium läuft berufsbegleitend, wird teilweise als Bildungsurlaub anerkannt und endet bei Erfolg mit dem Titel Diplomnaturschutzbiologe (Auskunft: Tel. 04441/153 79).