Erreger gegen Erreger

Mit Viren wollen amerikanische Wissenschaftler pathogenen Bakterien den Garaus machen. Der bakterielle Typhuserreger Salmonella typhimurium etwa ist für Labormäuse tödlich. Als Forscher von den National Institutes of Health die Bakterien ihrerseits mit Viren infizierten, überlebten die Mäuse: Die Viren hatten mit den Bakterien aufgeräumt, ehe diese Schaden anrichten konnten. Da Bakterien zunehmend resistent gegen Antibiotika werden, könnten die viralen Bakterienkiller sich in der Humanmedizin als hilfreich erweisen.

Impfung gegen Magengeschwür

Beinahe jeder zweite Mensch bewirtet in seinem Magen einen unerwünschten Dauergast, der dort mitunter Entzündungen und Geschwüre auslöst: das Bakterium Helicobacter pylori. Nun testen Mediziner der Universitätsklinik Lausanne eine Schluckimpfung gegen die Quälgeister. Bei dem vom Tübinger Max-Planck-Institut für Biologie entwickelten Impfstoff handelt es sich um einen Eiweißstoff, der normalerweise auf der Oberfläche des Bakteriums sitzt. Zumindest geimpfte Mäuse waren vielfach gegen eine Infektion mit Helicobacter gefeit. Aber auch bereits angesteckte Mäuse wurden durch den Impfstoff die Magenbakterien wieder los. Die Vakzine scheint also vorbeugend und therapeutisch zu wirken. Mit ersten Ergebnissen aus den nun begonnenen Studien am Menschen rechnen die Wissenschaftler in einem halben Jahr.

Form durch Tod

Wie eine Hühnerkralle entsteht, haben New Yorker Biologen erforscht.

Durch einen gentechnischen Trick blockierten sie in Hühnerembryonen bestimmte Signalstoffe: Daraufhin wuchs den Hühnern zwischen den Fußknochen ein Gewebe, das an Schwimmhäute erinnert. Außerdem entstanden Federn an den schuppigen Füßen (Science, Bd. 272, S.