Ende April wurde der neue internationale Terminal des Flughafens in Vancouver in Betrieb genommen, der die Kapazität nahezu verdoppelt.

Im Dezember soll die dritte Startbahn ihren Betrieb aufnehmen.

Insgesamt verschlingt die Vergrößerung des Flughafens rund 550 Millionen Mark. Die internationalen Passagiere kommen jetzt in den Genuß einer modernen Konstruktion, die ihnen den Streß und die Unwirtlichkeit internationaler Großflughäfen ersparen will.

Als Blickfang steht im Zentrum des Terminals das Jadekanu von Bill Reid, eine monumentale Plastik indianischer Kunst, die an der Pazifikküste derzeit eine Renaissance erlebt. Sechs Millionen Mark haben die Planer für die wertvollste private Sammlung indianischer Kunst zwischen Seattle und

Alaska investiert. Ein künstlicher Wasserfall, der leider nach Chlor riecht, spielt auf die wilde Natur des kanadischen Westens an. Gut für die Geldbeutel der Airportkunden: Alle Geschäfte und Restaurants am Flughafen dürfen keine höheren Preise als in ihren Filialen in der Stadt verlangen. Die Flughafenverwaltung reagierte damit auf den Nepp, der inzwischen auf den meisten Airports der Welt Einzug gehalten hat. Eine Ausgabe allerdings kann der Flughafen seinen Kunden auch weiterhin nicht ersparen: Die Airport Improvement Fee - je nach Ziel umgerechnet sechs bis achtzehn Mark - wird so lange kassiert, bis alle Kredite, die den Ausbau und die Renovierung finanzieren halfen, zurückgezahlt sind - voraussichtlich 1999.