Kultur hat ihren Preis - in Hamburg neuerdings einen verbilligten: Die "KulturKarte Hamburger Sommer" gewährt für fast alle kulturellen Veranstaltungen während der Sommermonate Preisnachlässe bis zu zwanzig Prozent.

Wieder mal ein "historischer Augenblick", diesmal findet er in Hamburg statt: Erstmals sei es gelungen, in der Stadt einen "Kulturverbund" zu schaffen, sagt Börries von Kummer, Marketingdirektor der Hamburger Tourismus-Zentrale. Anlaß der Freude ist ein gelb-orangefarbener Ausweis, so groß wie eine Telephonkarte: die KulturKarte Hamburger Sommer. Herausgegeben wird sie, in einer für Deutschland einmaligen Initiative, von der Tourismus-Zentrale und der Kulturbehörde.

Sie kostet zwanzig Mark und ist drei Monate gültig: vom 1. Juni bis zum 31. August dieses Jahres. Der Preis macht sich schnell bezahlt - bis zu zwanzig Prozent billiger werden die Eintrittskarten für die meisten Theatervorstellungen, viele Konzerte und Ballettaufführungen, Musicals, Kabaretts, Festivals und alle staatlichen Museen, wenn man an der Kasse die Karte vorzeigen kann. Insgesamt gelten die Vergünstigungen für mehr als 600 Veranstaltungen - der Sommer ist längst keine kulturfreie Zeit mehr. Die Karte ist nicht übertragbar und gilt in Verbindung mit dem Personalausweis. Allerdings darf der Inhaber eine Person mitnehmen, die dann ebenfalls in den Genuß günstigerer Tickets kommt.

Schon bei einem einzigen Besuch spart man mitunter mehr, als die KulturKarte kostet: Wer beispielsweise das komplette Paket der Hamburger Opernwoche (20. bis 24. August) mit "Tosca", "Carmen" und "Don Carlos" kauft, zahlt in der ersten Kategorie ohne Ermäßigung 995 Mark. Mit der KulturKarte spart man pro Person 99,50 Mark.

Zwei weitere Beispiele: Karten der ersten Preiskategorie für die "Buddy-Holly-Story" verbilligen sich von 170 Mark auf 136 Mark.

Die besten Karten für Schmidts Tivoli kosten statt 72 Mark noch 57,60 Mark.

Außerdem enthalten im Preis für die KulturKarte ist das 72seitige Programmheft "Der Hamburger Sommer" (es kostet sonst zwei Mark).