Neben den Rentnern und den Kindergeld-Beziehern sind nun auch die kranken Arbeitnehmer in Verdacht geraten, den Wirtschaftsstandort Deutschland um seinen guten Ruf zu bringen.

Dabei handelt es sich vor allem um die Lohnfortzahlung im Krankheitsfall.

Während man in Bonn bei den "echten" Kranken immerhin bereit ist, vorerst noch ein Auge zuzudrücken, dürfen die "falschen" Kranken nicht mit Schonung rechnen.

Das Problem liegt in der Grauzone zwischen echt und falsch.

Ich fragte Jupp Ausgekocht, der sich als Berater von Arbeitnehmern einen Namen gemacht hat.

"Was würden Sie in diesen harten Zeiten einem Klienten, der seinen Job behalten will, raten?"

"Wenn ihm sein Job am Herzen liegt, sollte er möglichst nie mehr krank werden."