Haushohe Wellenberge, tosende Brandung, schaumbrodelnde Wogen, die bei Flut den endlos ebenen Strand belecken, auch gelegentlich vereinnahmen, was bewegbar ist: Natur pur am Golf von Biscaya.

Der Ozean rief: Es war Vollmondphase, und die Brandung tobte dramatisch.

Den Zugang zum unbewachten, fast menschenleeren silbrigen Strand entdeckten wir glücklicherweise sofort. Wir waren an der Côte d'Argent!

Lebensregungen anderer Strandbesucher äußerten sich hie und da in entfernter Nachbarschaft, wenn Ruhende vor anbrausenden Wogen davonsprangen und ihr Strandstilleben weiter oben wieder ausbreiteten.

Biscaya-Erfahrene, wie wir, hatten sich schon bei Ankunft in sicherer Entfernung von der Flut niedergelassen; wir lagerten schräg bergan an einer Düne mit grandiosem Ausblick auf das Brandungsszenario.

Hier schaffte es lediglich einmal eine vereinzelte Welle, unsere Füße zu necken.

Mit dezenter Genugtuung betrachteten wir jene bedauernswert unerfahrenen Nachbarn, wie sie ihre Habe vor der anbrandenden Flut in Sicherheit und sich höher etablieren mußten, dorthin, wo wir von Anfang an waren! Insidern, wie uns, ist eben geläufig: Mit der Flut ist nicht zu spaßen!