Die amerikanischen Erzeugerpreise sind im April nur maßvoll gestiegen, der Dollar kostet mittlerweile 1,53 Mark. Beides hat den Kurseinbruch am deutschen Aktienmarkt wieder ausgeglichen, der den Dax zuvor bis etwa 2450 gedrückt hatte. Aber die Sorge vor einem neuen Rückschlag ist noch nicht gebannt, manche Analysten sehen den Dax schon auf 2400 und darunter fallen. Andere halten am Kursziel von 2700 fest; aus heutiger Sicht wäre dies ein Plus von rund acht Prozent, also auch nicht gerade berauschend. Angesichts von Spesen und Risiko fehlt den Anlegern jedenfalls der Anreiz, längerfristig in Aktien zu investieren. Insofern ist die Zurückhaltung vieler Käufer verständlich. Entsprechend niedrig sind die Umsätze.

Durch den gestiegenen Dollar gab es am deutschen Aktienmarkt zwar Käufer der Automobilwerte. Die Papiere der Großchemie - bisher ebenfalls Dollarprofiteure - zeigen hingegen Ermüdungserscheinungen.

Nach den Abschlüssen und Dividenden mangelt es hier an spekulativer Phantasie. Kurssteigerungen werden deshalb zu Gewinnmitnahmen benutzt. Ähnliches scheint auch bei den Bankaktien der Fall zu sein.