Werke von Karl Philipp Moritz gesucht

"Hätte er nicht", schreibt Karl Friedrich Klischnig in seinen Erinnerungen, "mit manchem Werke zu sehr ins Publikum eilen müssen und mehr Zeit auf das Ausfeilen verwenden können, so würde er darin gewiß noch viele kleine Unvollkommenheiten vertilgt haben." Wohl wahr. Und doch: Wieviel vollendet Wunderbares und unvollendet Sonderbares hat Karl Philipp Moritz in seinem kurzen Leben veröffentlicht!

(35308 byte) Karl Philipp Moritz

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Zwischen dem Tagbuch "Anton Reiser" und dem Nachtbuch "Andreas Hartknopf", zwischen dem "ABC-Buch" für werdende Leser und dem "Ideal einer vollkommnen Zeitung" für ratlose Chefredakteure! Erstmals - nach einer Auswahl, die Anfang der achtziger Jahre im Insel-Verlag erschienen ist - sollen sie jetzt in einer großen, kritischen, wohlkommentierten Gesamtausgabe versammelt werden, alle Werke, Briefe und Lebenszeugnisse. Mit Unterstützung der Deutschen Forschungsgemeinschaft werden Anneliese Klingenberg, Albert Meier und Conrad Wiedemann die geplanten dreizehn Bände herausgeben. Im Hause der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften gibt's eine Arbeitsstelle; in fünf bis sieben Jahren hofft man zu vollenden. Wer immer also noch Moritzsche Papiere besitzt (bitte noch mal auf dem Speicher nachsehen!), wende sich strengstens und sofort an: Conrad Wiedemann, Institut für Vergleichende Literaturwissenschaften, TU Berlin, Straße des 17. Juni 135, 10623 Berlin (Tel. 030 / 31 42 22 31). Vor allem erbitten die Herausgeber Nachricht über den Verbleib der Gotthilf Weissteinschen Moritz-Sammlung, die Anfang des Jahrhunderts verschollen ging und seitdem wohl eine zerstreuete Herde ist.

 
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