Der fränkische Ritter Stolzing hat seine Burg verkauft und ist nach Nürnberg gezogen. Hier verliebt er sich in Eva, Tochter des reichen Goldschmieds Pogner. Dieser erklärt jedoch bei einer Sitzung der Meistersinger, nur einer von ihnen komme als sein Schwiegersohn in Betracht, und er müsse beim Johannisfest am nächsten Tag das beste Preislied vortragen. Deshalb will Stolzing Meistersinger werden, doch fällt er beim Probesingen durch, denn der Merker, gewählter Gutachter, stellt zahlreiche Verstöße gegen das Regelwerk fest. Merker ist der Stadtschreiber Sixtus Beckmesser, der sich selber für das Preissingen Chancen erhofft. Ein anderer Meistersinger, der Schuhmacher Hans Sachs, findet in Stolzings Lied hingegen die neuen Töne bemerkenswerter als die Regelverstöße.

Im Mittelpunkt der Handlung stehen drei Männer und eine Frau.

Der Außenseiter Stolzing ist in Eva verliebt, alle anderen sind dem arroganten Junker gleichgültig. Der Junggeselle Beckmesser sieht in Eva mit ihrem Erbe eine passende Partie für sich. Er mißtraut dem Ritter als Neubürger. In Sachs sieht er den Konkurrenten im Meistergesang und den Nebenbuhler. Denn auch der Witwer Sachs spielt mit dem Gedanken an eine Ehe mit Eva, verzichtet dann aber eingedenk des alten Königs Marke, für den Tristan um Isolde warb.

Hätte Eva die Wahl, nähme sie ihn, doch fühlt sie sich schon von Stolzing erwählt. Beckmesser wird von allen verabscheut.

Am Ende - "Jetzt schaun wir, wie Hans Sachs es macht" - stehen der Erfolg Stolzings, die Niederlage Beckmessers sowie ein Plebiszit und Heilrufe für Hans Sachs, der Stolzing und die Nürnberger belehrt, daß ohne die Kunst der Meistersinger die Kontinuität der Nation gefährdet wäre.