Cristina Sanchez, der erste weibliche Matador Spaniens

Der Stier und ich

Eigentlich könnte sie einen ordentlichen Beruf ausüben: Cristina Sanchez ist gelernte Friseuse. Aber die Vierundzwanzigjährige aus Madrid hat sich ein ehrgeizigeres Ziel gesetzt. Sie wollte in eine Domäne einbrechen, in der uralte Männlichkeits-Rituale mehr zählen als moderne Gleichberechtigung. Sie hat es geschafft. Als erste Frau tritt sie in der obersten Klasse des spanischen Stierkampfs an: als Matador. Nur 170 Toreros in ganz Spanien dürfen sich mit diesem Titel schmücken. Sie tanzt mit dem Stier ihren Todestanz, und das Publikum jubelt. Schon gibt es in den Stierkampfschulen junge Mädchen, die ihr nacheifern. Manfred Uhlig, Mitarbeiter des ZEIT TV-MAGAZINS, hat Cristina Sanchez bei einer Corrida auf dem kastilischen Hochland beobachtet. Sein Bericht über die Matadorin - erstmals im deutschen Fernsehen zeigt die Nahaufnahme einer mutigen jungen Frau, die den Stier bei den Hörnern packt.