Leben auf dem Mars: Ist da jemand? Bitte melden!

Der Mensch ist ein geselliges Tier. Es genügt ihm nicht, daß er von Milliarden seinesgleichen umgeben ist, daß er von Myriaden Tieren und Zilliarden Einzellern begleitet und bewohnt wird. Nein, er blickt zu den Sternen und fragt: "Ist da jemand?"

"Wir sind nicht allein", verkündete Sabine Christiansen in den "Tagesthemen". In der vergangenen Woche präsentierte sie den mittlerweile weltberühmten Marsbrocken: den Meteoriten, auf dem die Nasa Spuren außerirdischen Lebens gefunden haben will. Von versteinerten Bakterien war gleichfalls die Rede.

Anzeige

Doch aus den marsianischen Biokrümeln, wenn es denn welche gab, ist nichts Vernunftbegabtes geworden. Der Mars bot dafür keine Chance. Es bleibt dabei, in unserem Sonnensystem finden wir keine Gesellschaft.

Ungeachtet dessen ließ kaum ein Kommentator die Gelegenheit verstreichen, ungefähr folgendes zu verkünden: Erst Galileo, dann Darwin, jetzt die Nasa - der Mensch verliert seine Position im Herzen des Universums und seine Einzigartigkeit. Das erinnert an Hoimar von Ditfurth, der bereits in den sechziger Jahren vor "Erdchauvinismus" warnte, also vor dem Gedanken, unsereiner repräsentiere die einzige oder die höchstentwickelte Intelligenz im Universum.

Solche Rede klingt gut. Mächtig bescheiden, kolossal demütig. Doch auf die Wissenschaft kann sich derartige kosmos-politische correctness bislang nicht berufen.

Seit Jahrzehnten durchmustern Forscher elektromagnetische Signale aus dem Weltraum, suchen darin nach Post von fremder Intelligenz. Zuweilen glaubten sie, fündig geworden zu sein, wie etwa im Jahr 1967, als ein pulsierendes Radiosignal entdeckt wurde. Es erhielt den Namen LGM-1, little green men; später stellte sich heraus, daß eine bis dato unbekannte Sternenklasse derartige Strahlenmuster aussendet.

Service