Shopping in New York: ...und das Beste gibt's umsonst
Es soll ja Leute geben, die nach New York fliegen, weil sie das Metropolitan Museum of Art sehen wollen. Oder vor der Uno sprechen. Kann sein, daß sie dabei sogar Spaß haben. Für die Mehrheit aller Touristen aber gilt: "Shop till you drop!" Einkaufen bis zum Umfallen: Schallplatten, Jeans, Turnschuhe, Designerunterwäsche und ein geheimnisvolles Ding namens KA - alles fürs halbe Geld...
Es gibt, irgendwo in Deutschland, jetzt einen Menschen, der seinen Kuchenteig mit der Hand rühren muß. Und ich bin schuld daran. Dafür schnurrt in unserer Küche...
Aber der Reihe nach!
Ich war nämlich zum Shopping in New York . Und weil Shopping allein keinen Spaß macht, habe ich Therese mitgenommen. Die ist achtzehn und meine älteste Tochter. Und Lukas: vierzehn, der ältere meiner Söhne.
Shopping aber heißt für diese Kinder - okay: für diese Youngsters Klamotten kaufen. Und Schallplatten. Dann ein Skateboard, ein paar Geschenke für die Freunde zu Hause, Turnschuhe. Geile Teile eben.
"Mann, Papa", sagt Therese, "warum bist du denn so derbe unflexibel?"
Ich habe mir nämlich, und damit beginnt die Geschichte dieser Reise wirklich von vorn, schon auf dem Flug eine genaue Wegskizze in mein Notizbuch gezeichnet: die ideale Route für den ersten Tag. Vom Hotel in der 11. Straße die 5. Avenue rauf bis zur Ecke 18. Dort zu Barnes & Noble, den wunderbar vollgepackten Buchladen. Aber erst mal nur schauen. Orientieren. Dann weiter bis zur 33. Straße und - mehr Sightseeing gibt es heute nicht! - auf das Empire State Building. (Therese kennt das von "Schlaflos in Seattle" und Lukas alle Wolkenkratzer mit Namen, die wir von dort oben sehen.) Dann durch die 34. Straße rüber bis zur 6. Avenue, denn dort steht Macy's , das größte Kaufhaus der Welt.
- Datum 07.02.1997 - 13:00 Uhr
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- Quelle (c) DIE ZEIT 1997
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