Auch mit 65 Jahren liebt der Formel-1-Gründer Bernie Ecclestone noch das Abenteuer. Bloß Autorennen bereiten ihm offenbar nicht mehr den nötigen Nervenkitzel. "Zu sicher", befand jetzt der Alleinherrscher über die Rennlizenzen in einem Interview. Die Wagen hätten inzwischen so viel Aufprallschutz - warum nicht wenigstens wieder ein paar riskante Kurven bauen?

Bis es soweit ist, sucht Ecclestone seine Abenteuer woanders.

Formel 1 soll im Sommer an die Börse, außerdem hat das Unternehmen kräftig in den möglichen Flop Digital-TV investiert. Und siehe da: Es gibt wieder Aufregung in Ecclestones Leben. Die ersten Rennteams und Fernsehanstalten nörgeln über seine hohen Gebühren, in Finanzkreisen sieht man den Börsengang bereits in Gefahr, und der verschreckte Ecclestone beantwortet inzwischen nicht mal mehr Fragen zu seinem eigenen Lebenslauf. Merke: Wahre Abenteuer findet man heutzutage nur noch am Finanzmarkt.