Im November vergangenen Jahres erhielt Boris Jelzin Post aus Niagara Falls im amerikanischen Bundesstaat New York. Der Brief von Frau Beverly J. Poeller zirkulierte erst unter russischen Parlamentsabgeordneten, nun ist er in Zeitungen veröffentlicht worden. Die Dame wünschte Jelzin gute Genesung von seiner kürzlichen Herzoperation und kam dann schnell zur Sache: "Ich habe gelesen, daß Sie ein Wildschwein auf einer Jagd erlegt haben. Aber kann man von ,Jagd` sprechen, wenn man ein Tier füttert und sich dann auf einen Turm stellt, um es zu erschießen? Weiter las ich, daß die Wildschweine in den Wäldern um Moskau fast ausgerottet sind. Warum jagen Sie eine bedrohte Art? Es gibt viele lohnenswertere Formen des Zeitvertreibs, als Tiere zu töten. Ich hoffe, daß Sie sich in Zukunft auf Aktivitäten konzentrieren, die weder Ihnen noch einer anderen Kreatur Schaden zufügen." Welchen besseren Rat könnte man Boris Jelzin in diesen Tagen geben?