"Ich glaube nicht daran, daß ich irgend etwas politisch bewirken kann. Es sind ja merkwürdige Dinge nach 1990 passiert man hat zum Beispiel versucht, uns in eine bestimmte Richtung hinüberzuziehen. Ich kriegte vor Jahren von Frau Ministerin Merkel einen Brief, die CDU brauche ein neues Programm, und sie bitte mich doch ganz herzlich, an diesem Programm mitzuarbeiten. Was habe ich mit der CDU zu tun. Ich habe nicht geantwortet, wie immer in solchen Fällen, wie auch schon zu DDR-Zeiten. Das kümmert mich alles überhaupt nicht." Eva Strittmatter,

Lyrikerin, in einem Gespräch mit der "Berliner Zeitung"

"Die Auseinandersetzung mit dem totalitären System, seiner Ideologie und seinen Wirkungsmechanismen bedarf weiterer gründlicher Analyse und selbstkritischer Bearbeitung in Ost und West, um in Deutschland liberale Demokratie künftig stabil zu halten. Juristische Aburteilungen auf zweifelhafter juristischer Grundlage und bei weitgehender Verkennung der Wirkungsmechanismen dienen kaum der Wahrheitsfindung und dem inneren Frieden, wohl aber der Legendenbildung von der ,Siegerjustiz'. Mein Rat: Laßt sie laufen, zur Bewährung. Sie sind gestraft genug." Friedrich Schorlemmer,

Pfarrer, zum Verfahren gegen Krenz und Genossen im "Freitag"

"Sichtlich erregt berichtet Friedrich Magirius von einer Konferenz, wo auf die Frage, was die DDR eigentlich in das gemeinsame Deutschland eingebracht habe, lediglich der ,grüne Pfeil' genannt wurde. ,Das ist geradezu beleidigend für mich. W i r sind da! Wir haben u n s mitgebracht mit unseren Erfahrungen! Wir haben nicht umsonst gelebt!"

Aus einem Bericht des "Neuen Deutschland"

über den ehemaligen Superintendenten Friedrich Magirius, dessen Friedensgebete in der Leipziger Nikolaikirche die Wende mitbewirkten