Was muß ein potentieller Aktienkäufer wissen und beherrschen? Nichts, außer einen Dartpfeil werfen zu können. Das kleine Sportgerät gilt es, blind auf den Kurszettel der Börse zu werfen. Der Wert, in dem die Spitze steckenbleibt, wird gekauft. Dann nur noch abwarten und Gewinne kassieren.

Zu diesem Ergebnis kommt jedenfalls ein kalifornischer Wissenschaftler in einer breit angelegten Studie. Sein Fazit: Kleinanleger kaufen immer die falschen Papiere, weil sie meist jene Dividendentitel auswählen, die in der Vergangenheit bereits stark gestiegen sind. Da vor dem Dartpfeil - zumindest bei wenig geübten Werfern - alle Aktien gleich sind, wird der Einfluß dieser Verlustquelle minimiert. Und siehe da, die Rendite der Investoren steigt.

Ob der Mann die Folgen seiner Untersuchung wirklich bedacht hat? Plötzlich wären all die Banker, Analysten und Vermögensberater überflüssig. Zehn-, ja Hunderttausende neue Arbeitslose wären die Folge. Da würde es nur wenig helfen, daß sich die Aktionäre von Dartpfeilherstellern freuen könnten.