Erstmals haben Physiker aus Licht Materie gewonnen, und zwar am Linearbeschleuniger in Stanford, Kalifornien. Energie aus Materie herzustellen ist relativ einfach, etwa durch den radioaktiven Zerfall. Nun schaffte es das US-Team unter Führung von Adrian Melissinos, Licht in Partikel umzusetzen, in Elektronen und Positronen.

Sie nutzten dazu eng gebündeltes grünes Licht eines Lasers mit 1000 Milliarden Watt Leistung und schossen es gegen Elektronen, die fast mit Lichtgeschwindigkeit flogen. Diese Frontalkollision verglichen die Physiker mit "einem Pingpongball, der auf einen rasenden Lastwagen prallt". Der Stoß schleudert das Photon mit unglaublicher Wucht zurück. Dabei entsteht extrem energiereiche Gammastrahlung, die ihrerseits kollidiert mit nachfolgenden Photonen im Laserstrahl. Daraus entstehen ein Elektron und ein Positron. Das Positron läßt sich nachweisen, insgesamt gelang dies hundertmal.