Gedenkblatt für Gabriel LaubSeite 2/2
Damals erschienen, von Friedrich Torberg aus dem Tschechischen übersetzt, seine Aphorismen ("Verärgerte Logik"), wenig später seine "Satiren in Begriffen" ("Enthüllung des nackten Kaisers", vom Zeichner Ali Schindehütte und von dem Hersteller in ein bibliophiles Ereignis verwandelt), bald beider Fortsetzungen (alle vier bei Hanser in München). Mit dem von Hans-Georg Rauch illustrierten rororo-Band "Doppelflinten" sind sie wohl seine besten Bücher geblieben. Denn unterdessen populär geworden, überließ er den Satiriker immer öfter dem Humoristen.
Als sein letztes Buch - mit Essays über "Die Kunst des Lachens" - jetzt bei Langen Müller erschien, war Laub schon todkrank. In der Nacht zum 3. Februar ist er gestorben, 69 Jahre alt. Sein Sohn hat ihn am Sonntag in Israel neben den Eltern begraben - und wir werden ihn als einen aufrechten, gemeinsinnigen, genießerischen Zeitgenossen und als einen lebhaften, gütigen Freund in Erinnerung behalten.
- Datum 13.02.1998 - 13:00 Uhr
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- Quelle DIE ZEIT, 08/1998
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