Bald können auch deutsche Zocker ihr Geld beim Internet-Roulette einsetzenSeite 2/2
1998 werden nach Schätzungen amerikanischer Marktforschungsinstitute mit Internet-Glücksspielen fast zwei Milliarden Dollar umgesetzt werden. Bisher fließt aufgrund der strengen Bestimmungen nur ein Bruchteil dieser Summe nach Deutschland. Das Nachbarland Österreich tut sich da längst nicht so schwer: Das Salzburger Internet-Wettbüro Intertops beispielsweise setzt mit über 30 000 Kunden Woche für Woche mehr als eine Million Mark um.
Bald werden also auch deutsche Croupiers die Spieltische im Internet eröffnen. Die echte Kugel, die im echten Kessel im echten Kasino zu rollen beginnt, kreist dann gleichzeitig auf dem Monitor der eingeloggten Spieler, und sie bleibt hier wie dort auf derselben Zahl liegen. Mitspielen kann man weltweit - mit gewissen, im Internet fast rührend provinziell wirkenden Einschränkungen: Glücksspiel unterliegt in Deutschland der Länderhoheit, und so darf ein Hamburger nur in Hamburg online spielen, ein Saarländer nur im Saarland. Lediglich die Ausländer werden vom deutschen Föderalismus verschont: Sie dürfen grenzenlos gewinnen - oder sich unbeschränkt ruinieren.
Weitere Informationen zum Thema finden Sie im Internet unter www.zeit.de/links/internet_gluecksspiel.html
- Datum 19.02.1998 - 13:00 Uhr
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- Quelle (c) DIE ZEIT 1998
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