Original und FälschungSeite 2/2
Die Kinder lebten bei ihren Eltern und gingen in die Schulen, wo man sie in russischer Sprache unterrichtete. Wegen einer Flecktyphusepidemie hat man 1943 die Viertel mit Stacheldraht eingezäunt. Später blieb er, weil die Finnen Kontakte der Bevölkerung zu russischen Partisanen erschweren wollten.
Schwedische und schweizerische Journalisten und Überprüfungskommissionen haben 1943/44 mehrmals den guten Zustand des "Lagers", das vom Roten Kreuz betreut wurde, bestätigt.
Nach dem Abzug der Finnen 1944 (nicht 1943!) bat die Photographin einige Kinder, sich hinter den Stacheldrahtzaun zu stellen, um das angebliche Kinderelend in den finnischen Konzentrationslagern zu dokumentieren. Lange Jahre erschien das Bild in antifinnischen Publikationen, dann plötzlich auch in antinazistischen. Das Bild ist für Propagandazwecke manipuliert worden: Man hat einfach durch scharfen Schnitt den finnischen Text auf dem Schild abgetrennt. Er lautet: "Übersiedlungslager. Das Eintreten in das Lager und Gespräche durch den Draht werden unter Androhung des Schußwaffengebrauchs verboten".
Übrigens: Konkret behauptet, die ZEIT habe "ausgemergelte Kinder hinter Stacheldraht" gezeigt. Man sieht, was man sehen will.
- Datum 02.04.1998 - 14:00 Uhr
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- Quelle DIE ZEIT, 15/1998
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