Adenauers braune SockenSeite 6/6
Dank "Wirtschaftswunder", Sozialstaat und Lastenausgleich ging es den meisten Vertriebenen mittlerweile wenn nicht gut, so doch zumindest erträglich. Die meisten Mitglieder der rechten "Protestpartei" wandten sich der Union zu.
Auch der Versuch, über eine Fusion mit der nationalistisch-konservativen Deutschen Partei wieder zu Kräften zu kommen, schlug fehl. Bei der Bundestagswahl von 1961 kam man nur noch auf 2,8 Prozent. Einige Unentwegte des BHE gehörten dann 1964 zum Gründungskreis der rechtsradikalen Nationaldemokratischen Partei Deutschlands (NPD), die in den folgenden Jahren in mehreren Ländern den Sprung über die Fünf-Prozent-Hürde schaffte.
Was die Vertriebenen selbst jedoch betrifft, so zeigten sie in ihrer Gesamtheit keine größere Anfälligkeit mehr für rechtsradikales Gedankengut als der Durchschnitt der Bevölkerung. Insofern ist die Geschichte des BHE Teil ihres Integrationsprozesses, der schließlich nicht nur wirtschaftlich, sondern auch politisch gelang.
- Datum 24.09.1998 - 14:00 Uhr
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- Quelle DIE ZEIT, 40/1998
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