Sechs Wochen ruhten die Arbeiten. Jetzt wurde der letzte Einspruch abgewimmelt, und am Lausitzring kann weitergebuddelt werden. Wo einst Braunkohle im Tagebau gefördert wurde, entsteht eine Formel-1-Rennstrecke für 120 000 Zuschauer, von der jedoch niemand weiß, ob je ein Großer Preis darauf stattfinden wird. Über 300 Millionen Mark soll der Spaß kosten, das Land Brandenburg ist mit 241 Millionen Mark dabei. Der Potsdamer Wirtschaftsminister Burkhard Dreher nennt das "ein wichtiges Signal für die Region".

Wieviel Arbeitsplätze mit dem vielen Geld geschaffen werden, ist auch noch völlig unklar - mehr als hundert dürften es kaum werden. Der letzte Widerstand kam von einer Familie, die massivem Druck bis hin zu Morddrohungen ausgesetzt war. Sie ließ sich schließlich Haus und Grundstück, die nahe an der Rennstrecke liegen, von den Bauherren abkaufen.