Irren ist menschlich - kann aber außerordentlich teuer sein. Das merken derzeit all diejenigen, die ihr Geld in den sogenannten Emerging-Markets-Fonds angelegt haben. Noch vor kurzem schließlich warben Fonds-Manager mit zweistelligen Renditen, die man mit solchen Investments erwirtschaften könnte.

Doch wie gewonnen, so zerronnen: Als Folge der internationalen Finanzkrisen hat sich der Wert vieler dieser Fonds mehr als halbiert, mangels Geld müssen immer mehr Fonds mit Verlust liquidiert werden. Und die schönen Renditerechnungen sind auch nur noch Makulatur. Von den 151 Emerging-Market-Fonds, die die Bloomberg-Fund-Performance-Analyse untersucht hat, haben überhaupt nur zwei über den Zeitraum von fünf Jahren hinweg eine positive Rendite. Mit 7,03 und 4,17 Prozent ist sie allerdings nicht höher als jene völlig risikoloser amerikanischer oder deutscher Staatsanleihen.