Kleines Glück für kleine Sender. In diesem Jahr, so hoffnungsfroh der Geschäftsführer von RTL 2, Josef Andorfer, werde sein Sender erstmals einen Gewinn abwerfen, einen kleinen. Der Grund für die Wende liegt zum einem in einem kräftigen Sparkurs, dabei geht es vor allem den teuren Eigenproduktionen ans Leder, und zum anderen an der immer stärkeren Zusammenarbeit mit dem Großsender RTL. Was nichts anderes heißt, als daß die kleine RTL-Schwester in München Spielfilme und Serien von RTL übernimmt. So allmählich nimmt Gestalt an, was RTL-Chef Helmut Thoma schon lange gefordert hat (siehe auch Seite 42/43): Die RTL-Sender (mit jeweils anderen Anteilseignern) werden zu einer Senderfamilie verbunden.

Eigenständiger bleibt - vorerst jedenfalls - der Kölner Kinder- und Familiensender Super RTL. Die beiden Gesellschafter, Walt Disney und die Luxemburger CLT/Ufa, so freut sich Geschäftsführer Peter T. Heimes, haben sich soeben darauf geeinigt, den Sender nach vertrautem Programmschema weiterzuführen, vor allem also gespickt mit Disney-Filmen und -Serien. Super RTL konnte vor allem vom Ende des Kindersenders Nickelodeon im Mai dieses Jahres profitieren. Nun erhofft Heimes für das kommende Jahr einen ersten Gewinn. Eine engere Kooperation mit RTL könnte da gewiß helfen. "Das ist auch die Perspektive", so Firmensprecher Andreas Seitz.