Wolfgang Amadeus Mozart, Stefan Zweig, Paracelsus, Fürsterzbischof Wolf Dietrich - Straßennamen, Gedenktafeln, Geburtshäuser zeugen von berühmten Salzburgern. Doch wo haben Frauen ihre Spuren in der Festspielstadt hinterlassen?

Ein im Verlag Anton Pustet erschienenes Stadt- und Reisebuch spürt der weiblichen Seite der Mozart-Stadt nach. "Salzburg für Frauen" lädt zu sechs Rundgängen ein.

Dabei trifft man zum Beispiel auf Friderike von Winternitz: Stefan Zweigs erste Frau gab ihre Karriere als Schriftstellerin vorübergehend auf, um in der prachtvollen Villa am Kapuzinerberg die Sorgen des Alltags von ihrem Mann fernzuhalten und viele Gäste zu bewirten. Salome Alt, die Geliebte des Fürsterzbischofs Wolf Dietrich, hat sichtbare Spuren hinterlassen: Ihr ließ der weltlich veranlagte Kirchenfürst das Schloß Mirabell erbauen. Man begegnet ganz unterschiedlichen Frauen: Erentrudis, der ersten Äbtissin des Klosters Nonnberg, sowie der mächtigen Barbara Thenn, die rund zwanzig Jahre lang die Münze des Erzbistums führte, den "gelüstigen Fräulein" in der Herrengasse oder jenen, die im 16. und 17. Jahrhundert im "Hexenturm" endeten.

Das von Gertraud Steiner geschriebene Buch ist kurzweilig zu lesen und verrät selbst Salzburg-Kennern noch interessante und unbekannte Details über die Stadt. Anhand der Frauenportraits lernt man die wichtigsten Sehenswürdigkeiten von einer neuen Seite kennen und entdeckt auch Plätze und Gassen, die abseits des gängigen Besucherprogramms liegen: rundum ein empfehlenswertes Reisebuch.