Volker Kriegel ist ein wunderbarer, ein pfiffiger, ein nachdenkender und ein genauer Zeichner.Mit dem letzten Adjektiv ist eine Begabung gemeint, die nicht allen seines Metiers eigen ist: Man sieht auf einen Blick, um wen es sich beim Porträtierten handelt.Volker Kriegel jedoch ist nicht nur ein vorwiegend fröhlicher Karikaturist und Satiriker, sondern auch ein ebenso inspirierter wie inspirierender Jazz-Gitarrist - einer übrigens, der früh mit Lust nach der Rockmusik gelangt und das Musikverh ältnis Rockjazz (oder Jazzrock) gestiftet hat.Nicht genug - er ist mit gleicher Könnerschaft obendrein ein Schreiber, der sich in gutem, oft schönem Deutsch mitzuteilen versteht.Von alldem ist etwas in diesem Buch versammelt, das deswegen auch einen merkwürdigen Zug hat: Es ist ein Potpourri, dessen Bestandteile oft nur von halber Kraft sind.Wir sehen zum Beispiel Buchillustrationen und bekommen nicht die entsprechenden Textpassagen zu lesen.So tun sich, sofern man nicht alles schon kennt, man che Rätsel auf. Stehen dagegen die Zeichnungen für sich, dann kommt ihre Ironie, ihr Spott zum Tragen.Und da sind es nicht nur der feste, klar konturierende Strich, der mimische Ausdruck, die wunderlichen Gebärden, sondern auch die Sprechblasen und die Unterschriften, in denen man nicht zuletzt sich selbst und seine eigenen blöden Gewohnheiten erkennt.Diese Texte sind es, die den Zeichnungen ihren erleuchtenden, listigen, enthüllenden Witz geben - so, daß man darüber lachen kann.Manchm al zuckt darin aber auch ein Weisheitsblitz.Im übrigen finden sich in diesem Band: Verse, Anekdoten, Glossen, Reflexionen, Aufsätze.Sie vervollständigen das Bild, das dieses Buch von seinem Helden vermittelt, von Volker Kriegel. Volker Kriegel: Manchmal ist es besser, man sagt garnix Mit einem Vorwort von F.W.Bernstein; Haffmans Verlag, Zürich 1998; 224 S., Abb., 49,- DM; Vorzugsausgabe 298,- DM