Knallbunte Teddybären taumeln über den Kunstrasen. Süße Kaninchen hoppeln durchs Bild und schnuppern an Plastikblumen. Willkommen in Tubbieland, Heimat der Teletubbies, einer BBC-Serie für Schnullerkinder ab zwei. Die Tubbies Tinky Winky, Dipsy, Laa-Laa und Po wollen ab 29. März auch im deutschen Fernsehen schmuuuuusen. So weit, so harmlos. In Großbritannien blickt man allerdings schon auf zwei Jahre Erfahrung mit ihnen zurück, und da wurde klar: Sie haben ein subversives Potential! Tinky Winky mit seiner Handtasche und dem Dreieck auf dem Kopf ist selbstverständlich schwul. Die kleine Po hingegen wird verdächtigt, ethnische Minderheiten zu diskriminieren. Gutmenschen erkennen in ihrem Gebrabbel kantonesische Wortfetzen. Doch nun kam ein Segensspruch von ganz oben: Der anglikanische Reverend Allan Garrow sagte, das Glucksen der Tubbies habe Parallelen in der Kirchensprache, ihre Bewegungen erinnerten sogar an Rituale von Gottesdiensten. Die Serie bereitet die Kleinen also nicht nur fürs wahre Fernsehen vor: Sobald die Priester ihre Bäuche wie Teletubbies aneinanderreiben und die Psalmen endlich durch infantiles Blabla ersetzen, werden die Gotteshäuser wieder voll sein. Gaga sei Dank.