Fäden, Membranen, elf DimensionenSeite 2/2
Doch auch wenn man am Cern fündig wird, dürfte eine vollständige Theorie der Quantengravitation noch lange auf sich warten lassen - die nötige Mathematik ist einfach noch zu wenig verstanden. Eine "Theorie für alles" in dem Sinne, dass sich alle Phänomene daraus ableiten ließen, wäre sie aber selbst dann nicht. "Vieles, was eine Theorie im Prinzip vorhersagt, lässt sich praktisch nicht berechnen", sagt Wittens Mitstreiter John Schwarz vom California Institute of Technology, "und die Kunst der Physik ist es nun mal, das herauszufinden, was sich berechnen lässt." Auf die Phrase von der allumfassenden Theorie reagiert Schwarz auch aus anderen Gründen allergisch: "Das gibt den Leuten den Eindruck, wir String-Theoretiker seien ein arroganter Haufen. In Wirklichkeit sind wir alle sehr reizend und liebenswürdig."
- Datum 29.07.1999 - 14:00 Uhr
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- Quelle (c) DIE ZEIT 1999
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