Eine Zeit lang dachten die Leute, ich sei zu dick. In der Presse hieß es, ich hätte ein Gewichtsproblem. Das haben sie geschrieben, weil sie nichts anderes über mich zu sagen hatten. Es ist doch immer so: Wenn jemand richtig glücklich ist, müssen sie ihn fertig machen. Wer seine Zeit damit verbringt, herauszufinden, was an einer 19-Jährigen nicht stimmt, ist doch verrückt.

Außerdem ist es unverantwortlich. Da draußen sind junge Leute, die mich wirklich toll und gut aussehend finden. Wenn man denen sagt: Sie ist zu dick, dann denken sie: Moment mal! Wenn sie zu dick ist - was bin ich dann? Und dann setzen sie sich auf Diät, bis sie verhungern.

Aber ich rege mich über das alles nicht mehr auf. Es ist einfach lächerlich. Ich habe mich immer wohl gefühlt mit meinem Aussehen. Ich esse nicht Diät, ich jogge nicht, ich gehe nur ab und zu mit meinen Hunden vor die Tür. Und alle paar Tage mache ich Yoga. Das tut mir gut, und es ist gut für mein Herz. Ich bin keine Sportkanone. Ein, zwei körperliche Anstrengungen pro Woche, das reicht mir.

Ich bin Veganerin. Das heißt, ich bin gegen jede Art von Ausbeutung von Tieren. Ich esse keine Eier, ich trinke keine Milch, mein Essen ist total tierfrei. Und ich bin glücklich damit. Es ist die gesündeste Art zu leben, das hat die medizinische Forschung schon seit langem bewiesen. Vegetarier leben länger, sie haben seltener Krebs oder Herzprobleme. Milch zerstört unseren Körper, und Eier sind furchtbar schädlich. Das ist eine wissenschaftliche Tatsache. Wir erfahren es nur nicht, weil die Regierung von der Fleischindustrie und der Milchindustrie bezahlt wird. Es geht nur ums Geld, nicht um die Gesundheit. Milch ist wirklich das Schlimmste, was Sie Ihrem Körper antun können.

Als ich klein war, träumte ich davon, das Leiden der Tiere überall auf der Welt zu beenden. Aber ich hatte keine Ahnung, wie ich das machen wollte. Als ich dann älter wurde und mit der Schauspielerei anfing, merkte ich, dass ich wirklich etwas bewegen konnte. Zuerst dachte ich: Was hilft das schon, wenn ich kein Fleisch esse? Aber es hilft doch. Ein einziger Mensch, der kein Fleisch isst, verändert schon etwas. Und je mehr Menschen dazukommen, desto größer die Veränderung.

In Dokumentarfilmen habe ich gesehen, was sie mit den Tieren in den Schlachthäusern machen und in den Laboratorien, wo sie neue Kosmetika testen. Ich könnte nie selber dort hingehen, das würde ich nicht aushalten. In meiner Kindheit waren wir oft in England, in einem Haus auf dem Land. Eines Tages, im Frühjahr, habe ich dort ein komisches Geräusch gehört, ein herzzerreißendes Schreien und Jammern. Ich dachte, was ist das? Es war das Schreien der Schafe, denen man ihre Lämmer wegnahm, um sie zu schlachten. Sie schrien verzweifelt nach ihren Kindern, wie es jede Mutter tun würde.

Tiere sind genauso klug und gefühlvoll wie Menschen. Wir behandeln sie nur anders, um des Profits willen. Ihr Leben ist genauso wertvoll wie unseres. Wer zum Teufel sind wir, dass wir entscheiden können, wer stirbt und wer am Leben bleibt? Wie können wir sagen, ein Schwarzer ist weniger wert als ein Weißer, ein Deutscher weniger als ein Amerikaner oder eine Frau weniger als ein Mann? Das alles ist einfach krank für mich, diese ganze Mentalität. Ich verstehe, dass es für manche Menschen wirklich ums Überleben geht. Aber in den westlichen Ländern kann davon keine Rede sein. Wir haben alles im Überfluss, wir müssen nicht töten, um zu leben.