Ist da jemand?Seite 15/15
Ich schaue wie ein verschreckter Hund, der endlich nach Hause gefunden hat.
In Sicherheit.
Der Mond steht vor dem Fenster. Weiß und kalt. Eine Leuchtreklame, Grüne's Leihhäuser. Ein Auto wird angelassen. Jemand räumt zusammen. Durch das Fenster kommt frische Luft. Gut, dass man nicht allein auf der Welt ist.
Ich packe. In der Nacht hatte ich von Kleiderbügeln geträumt. Und davon, dass ich mich im Kühlraum mit jemandem getroffen hatte. Jack vielleicht. Heute ist ein neuer Tag. Ich sehe mich noch einmal im Zimmer um. Dann gehe ich. Die Treppe hinunter ins Foyer. Richtung Ausgang. Ich bin schon an der Tür und habe aufgeschlossen, da gehe ich doch noch zurück und drücke ein letztes Mal auf den Aufzugsknopf. Klingling ... Jack Torrance wohnt hier nicht mehr.
Draußen fährt die Polizei vorbei. Aus dem Pferdewettbüro auf der anderen Straßenseite kommen schon jetzt Verlierer heraus. Die Grünstreifen sind dreckig, und Müll liegt da. Eine Taube sitzt am Rinnstein einer Parkbucht und schaut mich abschätzig an. Bloß weg hier!
- Datum 16.09.1999 - 14:00 Uhr
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- Quelle DIE ZEIT, 38/1999
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