Der mit der Stimme tanztSeite 4/4

Und das ist besser, als zu heulen. Wir sind wie Tiere, die etwas verloren haben. Und meine Kunst ist dem Tier näher als dem Intellekt. Ich suche nach dem Wolf in mir." Willy DeVille tippt dabei wie mit indianischer Zeichensprache gegen die Stirn, gegen das Herz. Der Voodoo-Beutel hängt davor.

"Was wirst du verwenden aus dem Gespräch? Welche Teile? Die aus dem Kopf oder die aus dem Bauch?" Und er grinst, weil er die Antwort kennt. Ist es das alte Pokerspiel? Was denkt er, dass ich denke? Wie oft hat er sich versteckt, als er ehrlich war? Um der Liebe und des Gefühls willen - seiner Stimme glauben wir alles.

Als wir durch die leeren Straßen des French Quarter zurück zum Hotel gehen, liegen zwei Pfeile quer über dem Bürgersteig. Die Spitzen gekreuzt, auf der einen Seite von schleimiger Spucke begrenzt. In letzter Sekunde weichen wir aus, machen einen Bogen um die Pfeile. Man sollte den Verstand nicht überschätzen.

Willy DeVille spielt mit seiner Band in Europa - in einer Unplugged-Version: 16. 10. Offenbach, 17. 10. Köln, 19. 10. München, 1. 11. Hamburg, 2. 11.

Berlin

 
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