Mein Jahrhundertbuch (44)

Ivan Klíma: "Der Archipel Gulag" von Alexander Solschenizyn

In diesem Jahrhundert sind so viele wunderbare Bücher geschrieben worden, dass es mir fast unmöglich erscheint, eines davon auszuwählen und über alle anderen zu stellen. Schließlich haben in diesem Jahrhundert Tschechow, Tolstoj, Joyce, Björnson, Zweig, Anatole France, Galsworthy, Hacek und Kafka geschrieben, Virginia Woolf und Mark Twain. Zudem ist es so, dass man in jedem Lebensalter andere Autoren liest. Ich habe Hemingway bewundert, als ich fünfundzwanzig war. Etwas später haben mich die Romane Heinrich Bölls aufgewühlt. Homo Faber von Max Frisch und Die Panne von Dürrenmatt hielt ich für nicht zu übertreffende Novellen. Und die Romane Graham Greenes, Hellers, Mailers, Thornton Wilders und Philip Roths habe ich mit Begeisterung gelesen.

Diese Aufzählung lässt bereits erkennen, dass ich eine Literatur vorziehe, die das Erzählen achtet und etwas über die gegenwärtige Welt berichten will.

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· Alexander Solschenizyn:Der Archipel Gulag. Aus dem Russischen von Anna Peturnig und Ernst Walter; rororo 12214; Rowohlt Verlag, Reinbek 1988; 592 S., 16,90 DM

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