Aufrichtig bleiben
Regine Hildebrandt über ihren Rückzug aus der Landespolitik, über Kompromisse und Überzeugungen, über eine solidarische Gesellschaft und den kalten Westen
die zeit: Frau Hildebrandt, wie geht es Ihnen einen Monat nach Ihrem Rückzug?
Regine Hildebrandt: Sehr gut. Die oft mitleidigen Fragen, auch von Politikerkollegen, kann ich überhaupt nicht verstehen. Natürlich bin ich weiter in Brandenburg unterwegs. Die Politik der sozialen Gerechtigkeit ist nach wie vor wichtig. Und ich möchte den Menschen gern weiterhin helfen.
zeit: Sie wollten schon als Sozialministerin immer lieber Sozialarbeiterin sein.
Hildebrandt: Ja, aber natürlich eine Sozialarbeiterin, die etwas zu sagen hat.
zeit: Jetzt haben Sie nichts mehr zu sagen.
Hildebrandt: Das wollen wir mal sehen. Natürlich ist meine Effektivität jetzt geringer, ohne Ministerium, ohne Terminreferentin, ohne Fahrer. Aber wenn ich irgendwo anrufe, hat das im Einzelfall immer noch Gewicht. Außerdem bin ich nach wie vor Mitglied des Bundesvorstandes der SPD. Und ohnehin waren mir Kabinetts- und Landtagssitzungen nie das Wichtigste.
zeit: Werden Sie über den Vorstandssitz hinaus ein Amt in der SPD übernehmen?
- Datum 25.11.1999 - 13:00 Uhr
- Seite 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | 8 | 9 | 10 | 11 | 12 | Auf einer Seite lesen
- Quelle DIE ZEIT, 48/1999
- Versenden E-Mail verschicken
- Empfehlen Facebook, Twitter, Google+
- Artikel Drucken Druckversion | PDF
-
Artikel-Tools präsentiert von:





Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren