Verbrannte SeelenSeite 3/3

Simpel erscheint ein kurzer Rat, mit dem sich nach Ansicht Hamburger Arbeitsmediziner die Last der Lehrer mindern lässt. Die Pädogogen sollten ihre Arbeit besser einteilen. Denn ausgerechnet das, was den Beruf so attraktiv erscheinen lässt, nämlich die halbtägige Tätigkeit in der Schule und die langen Ferien, scheine sie reif für den Psychiater zu machen. Manche Lehrer verlernten, zwischen Arbeit und Freizeit zu trennen. Sie verstrickten sich zu Hause immer tiefer im Organisationschaos, weil sie weder ihre Aufgaben erledigten noch vom Schulstress abschalteten.

Einen Ausweg aus dem Einzelkämpfertum daheim und im Lehrerzimmer hat Bernd Nee aus Oldenburg beschritten. Als der 49 Jahre alte Deutsch- und Sportlehrer bei sich erste Anzeichen des Burnout diagnostizierte, absolvierte er eine Weiterbildung als Beratungslehrer. Als eine Art Ombudsmann für Lehrer kommt er nun mit vielen Kollegen ins Gespräch und hat fünf Unterrichtsstunden weniger in der Woche.

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