Metropolenzauber

London und Paris feiern ein ganzes Jahr lang das neue Millennium

Über die Millenniumsfeste hinaus haben London und Paris viel Geld investiert, ihre Metropolen noch attraktiver für Touristen zu gestalten.

Mehr als sechs Milliarden Pfund steckt allein London in neue Green Millennium Projects. Mit mehr als 40 Besucherattraktionen sind die Stadtteile South Bank und Bankside am Themsesüdufer Zentrum der Umgestaltung. Eine Millennium Bridge führt von Mai 2000 an von der St. Paul's Cathedral zur neuen Tate Gallery of Modern Art. Vinopolis, "The City of Vine", bietet schon jetzt eine audiovisuelle Reise durch die Welt des Weines.

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Die Hauptattraktion ist der für ein Jahr errichtete Millennium Dome in Greenwich. Die multimediale High-Tech-Ausstellung dokumentiert ab dem 1.

Januar 2000 Facetten der Menschheitsgeschichte. Der Eintritt kostet 50 bis 76 Mark, für Kinder unter 5 Jahren ist der Besuch gratis (Tickets: 030/68 88 96 10, Internet: www.dome2000.co.uk.). Hoch hinaus will das London Eye: Mit 135 Metern ist es das höchste Riesenrad der Welt. Die halbstündige Fahrt kostet für Erwachsene 23 Mark, Kinder zahlen 15 Mark.

Ab dem Frühjahr 2000 führen 135 Kilometer Radweg entlang der Themse Richtung Oxford. Wer London zu Fuß erkunden will, kann den an der Themsequelle beginnenden, 280 Kilometer langen Thames Path über Greenwich bis nach London entlangspazieren.

Elf Leuchträder von 18 bis 40 Meter Höhe sollen sich Punkt Mitternacht in der Pariser Innenstadt in Bewegung setzen und von der Mission 2000 en France künden. Schon aus dem Untertitel spricht allerdings die geballte Verlegenheit: "Frankreich, Europa, die Welt - ein frischer Wind". Auch das Budget ist wenig spektakulär: umgerechnet rund 120 Millionen Mark aus dem Staatshaushalt, projektweise ergänzt von anderen Trägern. Anders als in Rom bestand in Paris kein Nachholbedarf bei der Stadtbildrenovierung und anders als in London kein Nachholbedarf für Riesenvolksfeste und Großbauprojekte.

Das Millenniumsjahr setzte jedoch Termine für ein Reihe von Museumsrenovierungen: So wird am 31. Dezember um Mitternacht das Centre Pompidou wieder eröffnet. Auch das Musee des Arts et Metiers soll mit einer neu konzipierten Technikausstellung wieder dem Publikum zugänglich gemacht werden. Das neue Museum für Werbung in einem Louvre-Flügel ist schon kürzlich eingeweiht worden.

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