Den frühen Abend des 22. Januar 1926 verbringen Thomas Mann und seine Ehefrau Katia in Paris auf ihrem Hotelzimmer "in Erwartung der Wiener Bekannten, mit denen irgendein Theater besucht werden" soll. Während das Ehepaar Mann noch mit der Auswahl der Garderobe beschäftigt ist, erscheinen die österreichischen Bekannten in der Lobby: ein junger Aristokrat, Richard Nikolaus Graf Coudenhove-Kalergi, und seine Gattin, die gefeierte Wiener Burgschauspielerin Ida Roland.

Das Quartett begibt sich in das Theater Athénée, wo eine leichte Komödie auf dem Programm steht, danach in die Rue Royale, zu einem späten Abendessen ins Restaurant Weber, unweit der Place de la Concorde. Mehr als das Schauspiel ist es die Unterhaltung mit dem Grafen Coudenhove-Kalergi, die Thomas Mann im Gedächtnis bleibt. "Einer der merkwürdigsten und übrigens schönsten Menschen, die mir vorgekommen", schreibt er später in seiner Pariser Rechenschaft.

Gegenüber einem solchen "Typus vornehmer Weltmenschlichkeit" überkommt den Schriftsteller ein Anflug des "Provinzlerischen", denn: "Was sollte einem imponieren, wenn nicht dieser nobel-demokratische Spitzentyp einer neuen Gesellschaft, der, von Natur gewohnt, in Erdteilen zu denken, es auf eigene Faust unternimmt, die Welt nach den Einsichten seiner Vernunft zu formen."

Drei Jahre zuvor, im November 1923, hatte Coudenhove-Kalergi, geboren 1894 in Tokyo als Sohn eines k. u. k. Diplomaten und einer Japanerin, ein schmales Buch veröffentlicht, in dem er seine Neigung, in Erdteilen zu denken und die Welt nach seinem persönlichen Ermessen formen zu wollen, erstmals einer größeren Öffentlichkeit verriet. Der Titel Pan-Europa stand für ein Programm mit weitreichenden Zielen: die politische und wirtschaftliche Integration des Kontinents, die Schaffung gemeinsamer Institutionen in einer gemeinsamen Kapitale, eine gemeinsame Währung und Armee, schließlich die Verabschiedung einer Verfassung für die Vereinigten Staaten von Europa.

"Dieses Buch ist bestimmt, eine große politische Bewegung zu wecken, die in allen Völkern Europas schlummert", prophezeite Coudenhove-Kalergi im Vorwort, und die europäische Integration wurde für den gerade 29-jährigen Aristokraten zu einer Lebensaufgabe, der er sich ganz und gar verschrieb: "Durch Agitation in Wort und Schrift soll die europäische Frage als die Lebensfrage von Millionen Menschen von der öffentlichen Meinung aller Völker aufgerollt werden, bis jeder Europäer si ch gezwungen sieht, zu ihr Stellung zu nehmen."

Im Frühjahr 1924 gründete er in Wien die Paneuropa-Union, eine Nichtregierungsorganisation (wie man heute sagen würde), welche die Öffentlichkeit mobilisieren sollte. Als Gründer, Präsident und Chefprogrammatiker der von ihm ins Leben gerufenen Bewegung entwickelte Coudenhove-Kalergi eine Strategie persönlicher Lobbyarbeit - im Dialog mit Kanzlern und Königen, Unternehmern und Geistesgrößen.

Ein Mann, an dem sich die Geister schieden: Thomas Mann rühmte seinen "unprovinziellen Freiblick" und "unbefangen planenden Mut". Ein andere Stimme nannte ihn dagegen einen "eitlen und unaufrichtigen Reklamehelden". Es war die Stimme eines liberalen Abgeordneten im deutschen Reichstag, Wilhelm Heile, der nicht weniger als der umstrittene Graf von der Notwendigkeit eines politisch geeinten Europas überzeugt war.

 

Anlässlich einer internationalen Parlamentariertagung in Wien hatte Heile, geboren 1881 in Diepholz und studierter Ingenieur, schon 1922 zur Gründung der Vereinigten Staaten von Europa aufgerufen. An der Seite Coudenhove-Kalergis avancierte der liberale Politiker zu einem der aktivsten Vorkämpfer für ein gemeinsames Europa - doch verwandelte sich der Mitstreiter bald schon in einen der schärfsten Kritiker des Grafen. Coudenhove-Kalergis autoritärer Führungsstil erweckte bei Heile die Erinnerung an "napoleonische Diktaturgelüste" und brachte ihn schließlich zu der Einschätzung, dass der Präsident der Paneuropa-Union sich "wie ein Gott" fühle, der "keine anderen Götter neben sich duldet".

Neben der egozentrischen Attitüde des Präsidenten waren es die streitbaren Punkte seines Paneuropa-Programms, die nicht nur Wilhelm Heile zum Widerspruch reizten. Deutsche Pazifisten sahen darin einen ernst zu nehmenden Gegenentwurf zum Gedanken der internationalen Völkerverständigung, wie sie seit 1919 im Völkerbund institutionalisiert war. Zudem propagierte Coudenhove-Kalergi die Gründung Paneuropas als eines Bundes, von dem Großbritannien und die UdSSR ausgeschlossen sein sollten. "Das britische Weltreich ist eine Großmacht auf fünf Weltteilen", argumentierte Coudenhove, und sei somit "ein Weltteil für sich".

Kaum etwas charakterisiert den Aristokraten treffender als seine kühlen, ja arroganten Repliken auf die Vorwürfe Heiles: "Meine persönliche Einstellung ist rein sachlich und stützt sich auf die Geschichte politischer Massenbewegungen. Diese Erfahrung lehrt, daß die Personifikation politischer Gedanken eine große und wesentliche Förderung, Intensivierung und Beschleunigung der Propaganda bedeutet. Ohne mich irgendwie vergleichen zu wollen, erinnere ich Sie nur an Garibaldi, Lenin, Gandhi und Mussolini."

Solche Sätze bezeugen ein elitäres Selbstverständnis, das sich auch aus seinen gesellschaftspolitischen Schriften herauslesen lässt. Nach der Promotion zum Doktor der Philosophie im Jahr 1917 hatte der Graf zunächst die Herrschaft einer "sozialen Aristokratie des Geistes" propagiert: einer geistigen Elite, die sich in seinen Augen allein durch ihre Weisheit für Leitungsfunktionen im Staatsdienst qualifizierte.

Briand soll den Grundstein für die Europäische Union legen

Unter maßgeblicher Beteiligung Wilhelm Heiles formierte sich nun innerhalb der Friedens- und Völkerbundbewegung eine Gegenströmung zu Paneuropa: Als Antwort auf die Gründung der Union des Grafen hoben deutsche und französische Parlamentarier im Frühling 1924 ein Komitee für die Interessengemeinschaft der europäischen Völker aus der Taufe, später umbenannt in Bund für Europäische Cooperation. Ähnlich wie die Paneuropa-Union verstand sich das Komitee als pressure group für Europa in den Parlamenten, Regierungskreisen und in der politischen Publizistik. Grundlegend war dabei die Orientierung am Völkerbund, der den institutionellen Rahmen für die europäische Integration darstellen sollte. Im Unterschied zur Paneuropa-Union betrachteten die Mitglieder des Komitees Großbritannien als einen Teil Europas, dessen Einbeziehung als elementar galt. Ähnlich waren dagegen die langfristigen Ziele: eine weitreichende politische und wirtschaftliche Integration der Staaten Europas, die ihren Abschluss in der Schaffung supranationaler Institutionen, eines Binnenmarktes und einer gemeinsamen Währung finden sollte.

Damit standen sich seit 1924 zwei politische Organisationen gegenüber, die unterschiedliche Europa-Konzepte verfochten: europäische Integration innerhalb des Völkerbundes, unter Einbeziehung Großbritanniens und der UdSSR - oder Paneuropa als kontinentaleuropäisches Bündnis mit losen Verbindungen zur internationalen Staatengemeinschaft.

Unterschiedlich sah man auch die Modalitäten der Finanzierung: Der Bund für Europäische Cooperation konnte auf Subventionen der deutschen und französischen Regierungen zurückgreifen, die das Anliegen einer europäischen Verständigung unter dem Dach des Völkerbundes unterstützten. Dagegen suchte und fand Coudenhove-Kalergi finanzielle Unterstützung in einem Kreis von Unternehmern und Bankiers, die sich unter der Leitung Robert Boschs zu einem Paneuropa-Förderkreis zusammenschlossen. Gemeinsam war beiden Organisationen die Überzeugung, dass Paris und Berlin Schrittmacher einer europäischen Annäherung sein mussten.

 

Nach ausgedehnten Reisen durch Europa und die USA war Coudenhove-Kalergi im Januar 1926 voller Zuversicht: Die Integration des europäischen Kontinents werde binnen zweier Jahre verwirklicht werden, erfuhr Thomas Mann auf dem Weg ins Theater. Ausschlaggebend für diese optimistische Prognose war nicht zuletzt ein Gespräch mit dem französischen Außenminister Aristide Briand, die nur wenige Stunden zurücklag. Briand schien "entschlossen, seinen Triumph von Locarno zu krönen durch einen Schritt in Richtung der Vereinigten Staaten von Europa", schreibt Coudenhove-Kalergi in seinen Lebenserinnerungen über das erste Zusammentreffen mit dem französischen Außenminister. "So hatte ich allen Grund zu erwarten, daß dieser Staatsmann, getragen vom Vertrauen der Völker, die Regierungen Europas aufrufen würde, den Grundstein zu legen zu den Vereinigten Staaten von Europa."

Die Verträge von Locarno waren in jener Zeit vielfach als Schlussstrich unter die deutschfranzösische Erbfeindschaft gedeutet worden. "Alles atmet nach Jahren der Er- und Verbitterung in Europa einen neuen Geist", kommentierte das Berliner Tageblatt. Deutschland, Frankreich und Belgien erklärten sich bereit, in Zukunft auf eine gewaltsame Änderung ihrer gemeinsamen Grenzen zu verzichten. Locarno stand für Sicherheit und Frieden in Europa. "Pace, pace", skandierten die Einwohner des kleinen Tessiner Kurortes, als sich die Staatsmänner nach dem Abschluss der Verträge auf dem Balkon des Rathauses zeigten.

Vor der französischen Abgeordnetenkammer erklärte Briand später, die verschiedenen Unterhändler hätten in Locarno "europäisch" gesprochen - "eine neue Sprache, die man lernen sollte". Doch gemessen am Wortlaut des Vertragstextes, war Locarno nicht mehr als ein Sicherheitspakt, der keinerlei konkrete Vereinbarungen für eine europäische Zusammenarbeit enthielt. Zwar entstand in und durch Locarno in der internationalen Öffentlichkeit ein Bewusstsein für gesamteuropäische Interessen, aber Coudenhove-Kalergis Hoffnung auf eine französische Regierungsinitiative für die Vereinigten Staaten von Europa erfüllte sich nicht.

Wartend und hoffend vervielfachten die Europa-Organisationen in der zweiten Hälfte der zwanziger Jahre ihre Öffentlichkeitsarbeit. In Paris entstand ein Europäischer Zollverein, der sich für die Schaffung eines gemeinsamen Wirtschaftsraums einsetzte. Emile Mayrisch, der Direktor des Luxemburger Stahlkonzerns Arbed, gründete ein Deutsch-Französisches Studienkomitee, es gab Konferenzen in Paris, Brüssel und Madrid, um für die Europaidee zu werben. In Madrid präsentierte Wilhelm Heile ein Programm zur Stabilisierung der europäischen Wechselkurse, das die Einführung einer einheitlichen europäischen Währung ermöglichen sollte. "Der Gedanke marschiert", schreibt Heile voller Optimismus, "und mit ihm schreitet auch die notwendige Arbeit für die Lösung der zahlreichen Einzelprobleme ... schneller fort, als man uns Pionieren des Gedankens noch vor kurzem glauben wollte."

Coudenhove-Kalergi begrüßte im Oktober 1926 mehr als 2000 Besucher aus 24 Ländern zu einem Paneuropa-Kongress in der Wiener Hofburg, der in der internationalen Presse einen großen Widerhall fand. Für das Ehrenkomitee der Tagung gewann er international angesehene Politiker wie den österreichischen Bundeskanzler Ignaz Seipel und den tschechischen Außenminister Eduard Benes. Aristide Briand übernahm des Amt eines Paneuropa-Ehrenpräsidenten.

Doch trotz dieser großen Erfolge gelang es Coudenhove-Kalergi nicht, seinen Ideen politisches Gewicht zu verleihen. Als er im Herbst des Jahres 1928 eine vorläufige Bilanz zog, fiel diese zwiespältig aus: "Die Bewegung war innerhalb von fünf Jahren aus einem Schneeball zu einer Lawine angewachsen - und dennoch hatte sie keinen Einfluß auf die Politik der Regierungen." Eine Erklärung liefert Carl von Ossietzky in der Weltbühne: Für ihn ist es der "Kinderglauben des Österreichers an die praktische Bedeutung der einflußreichen Leute". Coudenhove-Kalergi habe "eine entwicklungsfähige Idee gehabt und sie ruiniert", analysiert Ossietzky, weil "eine politische Idee nicht ausschließlich auf einer zahlenmäßig kleinen, reichlich versnobten Gesellschaftsschicht ruhen kann".

 

Nur ein Jahr später glaubte sich Coudenhove-Kalergi indes am Ziel. Am 5. September 1929 schlug Aristide Briand der Völkerbund-Versammlung in Genf vor, die europäischen Staaten durch eine föderale Verbindung enger zusammenzuführen. Sein deutscher Amtskollege Gustav Stresemann (gemeinsam hatten sie 1926 den Friedensnobelpreis erhalten) lobte in einer Antwortrede die wirtschaftliche Seite der Idee, doch er verhehlte nicht die Skepsis des Realpolitikers gegenüber der Aussicht auf eine politische Integration Europas. Dennoch - Briands Initiative setzte das Thema für einen Moment auf die Agenda der Weltpolitik. So geht aus einem Dossier der französischen Botschaft in Washington hervor, dass in der amerikanischen Öffentlichkeit der Europaplan Briands so ausführlich diskutiert wurde wie selten ein Thema der europäischen Politik.

Doch Briands Auftritt kam zu spät. Deutlich lassen sich aus einem wenige Monate später nachgelegten Europa-Memorandum die nationalen Interessen und Ängste Frankreichs herauslesen, insbesondere die Sorge um die sécurité - um die Sicherheit gegenüber einem inzwischen wieder unberechenbaren Nachbarn jenseits des Rheins. Das Memorandum fordert, die Zusammenarbeit der europäischen Staaten zu institutionalisieren, eine Europäische Konferenz auf Regierungsebene einzurichten sowie einen Ständigen Politischen Ausschuss als europäisches Exekutivinstrument. Überdies regt ein Zusatz an, die Grenzgarantien des Locarno-Paktes auf die osteuropäischen Staaten auszudehnen. Ein solches Ost-Locarno aber war der deutschen Außenpolitik nicht abzuringen, denn diese zielte trotz aller Verständigungsbereitschaft langfristig darauf an, das Reich wieder als Großmacht zu etablieren. So zeugt das Memorandum der französischen Regierung gleichermaßen von Briands Glauben an die Gemeinschaft Europas wie von der Hilflosigkeit einer Außenpolitik, die Deutschlands erneutem Griff nach der Weltmacht nur noch wenig entgegenzusetzen vermochte.

Pläne, Hoffnungen - und in Deutschland marschiert die SA

Wenige Wochen nach seinem Auftritt vor dem Völkerbund starb Gustav Stresemann am 3. Oktober 1929. Der Diplomat, Schriftsteller und Kunstkenner Harry Graf Kessler, der sich zu dieser Zeit in Paris aufhielt, notierte in sein Tagebuch: "Es ist fast so, als ob der größte französische Staatsmann gestorben wäre. Die Trauer ist allgemein und echt. Man empfindet, daß es doch schon ein europäisches Vaterland gibt." Aber um die Jahreswende 1929/30 ging in Europa der nötige außenpolitische und wirtschaftliche Spielraum für eine Fortsetzung und Vertiefung kollektiver Abmachungen verloren. Ein Schwarzer Freitag an der New Yorker Börse riss die Weltwirtschaft in eine tiefe Krise zu den fatalen Auswirkungen gehörten wirtschaftsprotektionistische Maßnahmen in Europa und eine Rückbesinnung auf die nationalen Interessen. Und in Deutschland marschierte die SA ...

Als der Völkerbund im September 1930 erneut zusammentrat, um den Briand-Plan abschließend zu beraten, schlug das Ergebnis der deutschen Reichstagswahlen vom 14. September "wie eine Bombe" ein - die NSDAP hatte ihre Stimmenzahl im Verhältnis zur Reichstagswahl von 1928 versiebenfacht und war zweitstärkste Fraktion geworden. An diesem Tag beobachtete Coudenhove-Kalergi den deutschen Außenminister Julius Curtius und seine Entourage, die "wie Gespenster durch die Couloirs der Völkerbundversammlung gingen".

Schlussendlich einigten sich die Delegierten des Völkerbundes auf eine unverbindliche Erklärung zugunsten europäischer Zusammenarbeit und die Einrichtung einer Studienkommission, die Briands Projekt so lange diskutierte, bis nichts mehr davon übrig war. Seine Initiative erhielt, wie Stresemanns Nachfolger Curtius in einer Kabinettsrunde angekündigt hatte, ein "Begräbnis erster Klasse". Briand war gescheitert. Auch Wilhelm Heile sah seine Hoffnungen enttäuscht nach 1933 siedelte er, um Repressalien der Gestapo zu entgehen, von Berlin in die Niederlausitz über, wo er ein Gut bewirtschaftete. 1948/49 saß er mit im Parlamentarischen Rat, der das Grundgesetz schuf, wenige Jahre später zog er sich aus der Politik zurück. 1969 starb Heile in Harpstedt bei Hannover.

 

Coudenhove-Kalergi setzte als erbitterter Widersacher des NS-Staats sein Lebenswerk im amerikanischen Exil fort. 1947 gründete er in Gstaad eine Europäische Parlamentarier-Union, eine Versammlung von 114 Abgeordneten aus zehn Ländern, die sich für die Einberufung einer europäischen verfassunggebenden Versammlung einsetzte. An seine Erfolge aus den zwanziger Jahren konnte er jedoch nicht mehr anknüpfen die europäische Einigung nahm jetzt andere Wege. 1972 starb er in Gstaad.

Am Anfang des 21. Jahrhunderts nun steht Europa wieder vor einem großen Schritt - hin zu einem vereinten Gesamteuropa unter Einschluss der Türkei und vieler Staaten des ehemaligen Ostblocks. Auch dieses neue Europa kann nicht von oben beschlossen werden, von Diplomaten und Staatsmännern, Bankiers und Bürokraten und sonst welchen "Eliten". Es muss, dies lehrt die Geschichte der zwanziger Jahre, von unten wachsen, getragen vom Engagement und vom Willen seiner Bürger.

Mehr zum Thema in dem Buch des Autors, "Das gemeinsame Europa - von der politischen Utopie zum außenpolitischen Programm", das gerade im verlag neue wissenschaft, Frankfurt/M., erschienen ist (306 S., 58,- DM)