Oiweil fidölSeite 3/3
Wenigstens ein paar Stücke wolle er auf seine alten Tage so spielen, dass "der Meister und ich damit zufrieden sein können", hat er vor drei Jahren in einem Gespräch erklärt. Das sei der Lohn für alles: "Da red'st mit dem lieben Gott persönlich" - und eine dicke Träne kullerte bei den Worten seine Wange hinab. Wer je gehört hat, wie empfindsam und kantabel Gulda Mozart spielen konnte, wie er in die Stücke hineinlauschte und ihnen zugleich mit schwebender Leichtigkeit und tiefem Ernst begegnete, der hat gewiss etwas gespürt von der Seelenverwandtschaft der beiden. Im Himmel, sagte Gulda, werde er dann mit dem Herrn Mozart vierhändig spielen. Auf einer rosa Wolke.
- Datum 03.02.2000 - 13:00 Uhr
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- Quelle DIE ZEIT, 06/2000
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