Sehr geehrte Redaktion Leben!

Ratten, die Pommes essen, werden impotent. Liegt's am Ketchup? An der Mayonnaise? Das sind Fragen, die sich jetzt stellen. Tierversuche weisen auf altes Frittenfett hin, aber kann man da sicher sein? Was ist mit Currywurst?

Kann sie das Impotenzgeschehen günstig beeinflussen? Als erfahrener Wissenschaftsjournalist möchte ich Ihnen einen Hintergrundbericht zum Stand der Diskussion anbieten.

Mit freundlichen Grüßen Ihr ULRICH STOCK

Sehr geehrter Herr Stock,

Ihr Zugang zum Thema scheint uns arg rückwärts gewandt. Heute geht es doch mehr um neue Anwendungsmöglichkeiten. Deshalb werden wir das Frittenfett als Speichermedium der Zukunft vorstellen, als flüssige Festplatte: Alles, was eintaucht, hinterlässt eine molekulare Spur, die chemisch entschlüsselt werden kann. Sollte es gelingen, Fischfrikadellen durch CDs zu ersetzen, ihre Daten im Fett zu lösen und zu lesen, bekäme die MP3-Datei echte Konkurrenz.

Es wäre dann nicht mehr undenkbar, dass Musikfreunde vom Server zur Bude wechseln, um sich ihre Lieblingstitel runterzuladen und reinzuziehen. Darüber finden wir bei Ihnen kein Wort! Denken Sie mehr nach vorne, rät Ihre REDAKTION LEBEN