Natürlich haben wir es begrüßt, als Ihrer Majestät Geheimagent 007 damals seinen Aston Martin in der Garage ließ, um ihn gegen ein Sportwagenmodell der Bayerischen Motorenwerke einzutauschen. Zum einen verfügte das Britenauto, aller MI5-eigenen waffentechnischen Spezialausstattung zum Trotz, denn doch über ein Fahrwerk, das technisch als überholt zu gelten hatte. Zum anderen glaubten wir in dem Markenwechsel einfach eine schöne völkerverbindende Geste sehen zu dürfen, die fast schon etwas Europäisches hatte.

Im Lichte jüngerer Ereignisse müssen wir erkennen, dass wir uns zu früh gefreut haben. Bedauerlicherweise habe unsere guten altdeutschen Konsensmanager mittlerweile den coolen Kollegen jenseits von Kanal und Atlantik so viel angelsächsischen Kapitalismus abgeschaut, dass sie nun auch schon einmal Arbeitsplätze abbauen, Betriebe schließen, ja ganze verlustbringende Tochterfirmen einfach verscherbeln.

Dass BMW so mit Rover verfährt, gefällt Ken Jackson nicht, dem Generalsekretär der Gewerkschaft Amalgamated Engineering and Electrical Union. Er ruft in Großbritannien zum BMW-Boykott auf. Vor allem sei es ein Unding, dass James Bond, ein Symbol des britischen Patriotismus, in seinen letzten Filmen in BMW-Coupés unterwegs gewesen sei.

Wir verstehen gut, wenn es der Topagent künftig an Vaterlandsliebe nicht mangeln lassen will und auf den Rover 75 zurückgreift, um Gespielinnen zu imponieren und üblen Verfolgern zu entkommen, die ihm nach dem Leben trachten. Lang lebe Rover! James Bond ist tot.