Kollegen bespöttelten den früheren CDU-Bundestagshinterbänkler Gerhard O.

Pfeffermann schon mal als "Gerhard Null". Im System seines einflussreichen Paten Helmut Kohl wie auch seines Ziehvaters Manfred Kanther hatte Pfeffermann dennoch einen Platz in der ersten Reihe gefunden. Als Staatssekretär und rechte Hand des letzten deutschen Postministers Wolfgang Bötsch bewies er dann sogar, dass er von Geschäften viel verstand, auch solchen zum eigenen Vorteil.

Letzteres könnte dem früheren Staatssekretär Ärger bereiten, wenn Finanzprüfer die Umstände einer Privatisierung näher beleuchten, die Pfeffermann 1997 noch einen Tag vor Weihnachten besorgt hat. Damals verkaufte er im Namen des Postministers größere Teile des Saarbrücker Bundesamtes für Zulassungen in der Telekommunikation (BZT). Aufgabe dieses Amtes war es, die technische Tauglichkeit neuer Entwicklungen zu überprüfen und sie qua Amt mit Brief, Siegel und Bundesadler zu zertifizieren. Im Zuge der Deregulierung drängten auch private Unternehmen in dieses Geschäft. Die Behörde geriet unter erheblichen Wettbewerbsdruck. Eine Auflösung habe daher nahe gelegen, lautet die Auskunft von Pfeffermann. Dies habe umso mehr gegolten, als der Bundesrechnungshof hohe Verluste des Amtes, fünf Millionen Mark jährlich, moniert habe.

So weit, so gut. Weniger gut ist allerdings, dass Pfeffermann bald nach dem Verkauf einen weiteren Vertrag unterschrieb. Diesmal zu seinen Gunsten, als Berater der Bonner Firma Deutsche Telepost Consulting GmbH (Detecon).

Zusammen mit einem Beratervertrag bei der Post AG, seinem Ruhegeld als Exstaatssekretär und dem Anspruch auf Teile einer Abgeordnetenpension kam Pfeffermann nach Auflösung des Postministeriums zeitweise auf über 30 000 Mark im Monat.

Dass Pfeffermann ausgerechnet bei der Detecon anheuern musste, hat Hautgout.

Die Detecon ist nämlich eine der beiden Firmen, die das Saarbrücker Bundesamt gekauft hatte. Mit der Essener Firma Cubis AG gründete Detecon die gemeinsame Firma Cetecom Saarbrücken, auf die die privatisierten BZT-Teile übergegangen sind. Detecon war nicht nur Mitkäufer