Apokalyptische Mächte bedrohen die Menschheit. Superelastische Hosenträger schleudern Särge und Kleinkinder durch die Luft. Milchflaschen zerplatzen wie kleine Granaten in den Vorgärten einer ostfriesischen Kleinstadt. Gangster spielen Schiffeversenken, und Schafe singen den Blues. So etwa lauten die motivischen Höhepunkte in Otto - Der Katastrofenfilm. An kostspieligen Computer-Effekten wurde nicht gespart. Der Film versammelt alle gebräuchlichen Accessoires aus der großen Welt des Actionkinos. So treibt der Komiker aus dem hohen Norden seine Kalauer durch eine allemal prächtige Kulisse. Dazu kommt noch die typische Mischung aus stubenreiner Erotik und Rührseligkeit - fertig ist der gut kalkulierte Familienspaß. Otto kommt immer an. Im Film lädt ihn eine farbige Prostituierte in offensichtlich geschäftlicher Absicht ein, mit "nach Hause" zu kommen

Otto antwortet nur knapp, er wolle nicht nach Afrika. Das sitzt! Ein bisschen Rassismus muss schließlich sein, der liebenswürdige Otto meint es bestimmt nicht böse. Auch dass seine Gegner asiatischer Herkunft sind, nämlich Angehörige des Manimaka-Konzerns, darf uns nicht stören. So geht eben Kapitalismuskritik auf Ostfriesisch.