Birgit Bublies-Godau (Hrsg.): "Dass die Frauen bessere Democraten, geborene Democraten seyen ...". Henriette Obermüller-Venedey. Tagebücher und Lebenserinnerungen 1817-1871 Badenia Verlag, Karlsruhe 1999 278 S., 32,- DM "Sie Böser schimpfen meinen lieben Hecker, der doch nur das Beste wollte", so tadelte Henriette Obermüller in einem Brief im Juni 1848 ihren späteren Ehemann Jakob Venedey, gemäßigter Linker in der Paulskirche. Birgit Bublies-Godau hat Tagebücher und Erinnerungen dieser beherzten Republikanerin herausgegeben, die auch nach dem Scheitern der Revolution ihren Ideen treu blieb. Und die schrieb: "Freilich giebt es nichts Schöneres als Communismus, wie ich ihn verstehe: Das heißt, man sorge zuerst für seinen Nebenmenschen ...

Wie schön wäre es, wenn wir Alle arbeiten und Alle zu essen hätten." Ja, wie schön wäre das.

Janet Anschütz/Irmtraud Heike: Fremde im eigenen Land. Zwangsarbeit in Hannover im Zweiten Weltkrieg Verlag für Regionalgeschichte, Bielefeld 2000 301 S., 29,80 DM "Das schlechte Essen, der Hunger, der Dreck, all die Tränen und das Heimweh waren furchtbar", so erinnert sich Evgenije C., eine von 60 000 Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeitern, die im Zweiten Weltkrieg nach Hannover verschleppt und auf 500 Lager verteilt wurden. Erinnerungen und Fotos dokumentieren ihre Leidensgeschichte. Über 1000 Überlebende wurden befragt - die wenigsten haben bisher eine Entschädigung erhalten.