Manchmal muss man einen Ort verlassen, nur damit man zurückkehren kann.

Vielleicht nach einem Jahr oder zwei Monaten, vielleicht schon nach einer einzigen Nacht.

Denn manchmal genügt die, um alles danach mit neuen Augen zu sehen. Genügt, damit sich etwas ändern kann. Weil man halt viele Frösche küssen muss vor dem Prinzen - aber das ist schon die zweite Geschichte. Die passiert in diesem Film zwar auch, aber eher am Rande.

Denn in der Hauptsache geht's hier darum, dass mit dem Kauf der ersten gemeinsamen Waschmaschine alles gelaufen ist. Das spricht eine aus und denken alle - welch ein Irrtum!

Nicht nur, weil eine Ohrfeige ungeahnte Folgen hat und zwei Spontanpartys im Halbkoma enden auch nicht, weil ein Haustier seine wundersame Wiederkehr erlebt. Sondern weil einer seine lang verschütteten Seiten wieder entdeckt.

Aber das passiert eben nur, wenn jemand anders mal abtaucht: 24 Stunden für die Privatrevolution.

Intelligent und stimmig inszeniert war dieser Film ein Kleinod im Vergleich zum üblichen Komödienhorror. Neben erprobten Theatergrößen war hier erstmals ein Talent zu sehen, das kurz darauf auf rasante Weise zum internationalen Kinostar werden sollte. Hier war sie noch jung, ein Jahr grad in der Ausbildung, mit dunklen Haaren und einem bei Bedarf hinreißend misstrauischen Blick.