: Beileidsbrief

Wie und wann schreibe ich einen Beileidsbrief?

Einen Beileidsbrief schreibt man in der Regel, wenn man keinen persönlichen Kondolenzbesuch vornehmen kann. Normalerweise gibt es keinen festen Zeitpunkt für einen Beileidsbrief, aber wenn es passt, dann schreibt man ihn bis zum Begräbnis. Sowohl übertriebene Eile wie auch unnötiges Liegenlassen sollte man vermeiden.

Wie ist die Anrede?

Gibt es Standardsätze für einen Beileidsbrief?

"Standardsätze" sind sehr schwierig. Vor allem gilt es ganz besonders, private und geschäftliche Beileidsbekundungen zu unterscheiden. So kann privat zum Beispiel die Formulierung: "... bestürzt und mit tiefem Mitgefühl habe(n) ich/wir die Mitteilung vom plötzlichen Tod Ihres Mannes erhalten und sprechen Ihnen unsere tief empfundene Anteilnahme aus" Oder: "... ich bin tief betroffen, dass Du Deine(n) liebe(n) Mutter/Vater verloren hast, ich kann mit Dir fühlen, wie Dir zumute ist, daher teile ich Deine tiefe Trauer ..." passend sein. Geschäftlich passt eher: "... vom tragischen Tod Ihres Prokuristen, Herrn ..., haben wir erfahren und sprechen Ihnen zu diesem großen Verlust unser Beileid aus."

Was gilt es auf jeden Fall zu vermeiden?

Jede Art von Überschwang, Floskeln und Allgemeinsätze sowie Zitate und Bibelsprüche, es sei denn, dass sie für die verstorbene Person eine besondere Bedeutung hatten. Daher schreiben Sie einfach und persönlich möglichst genau das, was Sie ehrlich denken und fühlen. Fehlen Ihnen die passenden Worte, können Sie durchaus auch das schreiben.

Dieter W. Grotz, Ghostwriter-Service für Briefe, Gedichte, Reden, München