Being Jesus

Was man sich als Knirps im Bauch eines Superstars so alles anhören muss!

Ein Höllenlärm da draußen. Richard Ashcrofts neuer Hit auf Kiss FM.

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Küchengeklimper, Kindergebrüll und eine verschlafene Männerstimme: Schatz, kannst du mir den Mist vorlesen, den sie über uns in der Sun geschrieben haben? Das muss Guy Ritchy sein, die Boulevardpresse sagt, er sei ein intellektueller Legastheniker. Telefonklingeln. Geklapper, Kichern und dann ein leises Piepsen: Mummy, der berühmte Carlos! Wann besuchen wir den in New York?

Die kleine Lourdes denkt, dass jeder ein Star ist. Nächstes Jahr!, meint Madonna. Carlos Leon darf seine Tochter nur noch selten sehen. Ob es interessanter ist, mit einem Filmregisseur Eis essen zu gehen oder mit einem Fitness-Trainer Doughnuts, das hängt für Lourdes von der Portion ab und dem Spielzeug, das man auf dem Weg in die Eisdiele geschenkt bekommt. Es klingelt schon wieder: Gwyneth! Jetzt geht es um Handtaschen und einen gewissen Simon (beliebter Partygast in London und Besitzer einer hippen Vintage-Boutique in Notting Hill).

V-E-N-T, Madonna buchstabiert Gwyneth Paltrow den Namen des Ladens. Noch ein Anruf: Die Cricket-Verabredung mit Rupert Everett wird abgesagt. Ein kleines Scharmützel mit Guy, der sich gerade über das Cover ihrer neuen Platte kaputtlacht. Wenn er weiter herumnörgelt, darf er nicht mit auf die Party, und Madonna schickt ihn stattdessen zur Chelsea Flowershow.

Ich und Jesus (wie der Kleine später vielleicht mal heißen soll), in dessen Körper ich bin, liegen jetzt wie auf einer Luftmatratze in einem blubbernden Pool. Ups, eine kleine Rolle rückwärts. Juhuu. Was passiert jetzt?

Autowaschen mit Lourdes und Guy Ritchy? Wie langweilig! Nein. Das stand ja außerdem schon in der Bunten. Madonna ist auf einer Nintendo-Party im Buckingham Palace. Posh-Spice und Cherie-Blair-Bashing machen sich über Prinz William lustig und über John Malkovich. Hey, wenn ich das richtig verstanden habe, steht er oben ohne auf dem Rokoko-Tisch der Queen. Der Rest der Gäste tanzt Pogo auf dem Sofa, und Gwen Steffanie steht heulend hinterm Vorhang.

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